„Also ich würde mich freuen, wenn wir im nächsten Schuljahr wieder zusammen in die Jugendherberge fahren würden!“ So lautete eine der vielen positiven Rückmeldungen nach dem ersten Klassensprecherseminar der Grundschule St. Michael in Lebach. KlassensprecherInnen sind in der Mehrzahl der Schulen ein fester Bestandteil des Schulkonzeptes. Aber was bedeutet es eigentlich genau, das Amt des Klassensprechers zu übernehmen? Dieser Frage gingen am 02. und 03. Mai 12 SchülerInnen in Begleitung der Grundschullehrerin Elke Schäfer und der Schoolworkerin Sigrun Meiser etwas genauer auf den Grund. Alle gewählten Vertreter der Klassenstufen 2-4 fuhren nach Unterrichtsschluss und anschließendem gemeinsamen Mittagessen in der FGTS zusammen voller Erwartung mit dem Bus zur Jugendherberge in Tholey. Die Aufregung und die Vorfreude der SchülerInnen war groß, denn schließlich nahmen einige der Kinder zum ersten Mal an einem Schulausflug mit Übernachtung teil. Nachdem die wichtige Frage der Zimmeraufteilung geklärt war, waren die Kinder gespannt, was sie in den kommenden 2 Tagen erwarten sollte.

Der Nachmittag begann mit einem intensiveren Kennenlernen der SchülerInnen untereinander. Inhaltlicher Schwerpunkt des ersten Tages war die Klärung der Frage, welche Aufgaben und Eigenschaften die KlassensprecherInnen eigentlich haben sollten. Genauso wichtig war es aber auch darüber zu diskutieren, wofür ein Klassensprecher nicht zuständig ist. Die SchülerInnen brachten dabei ihre eigenen Erfahrungen und Ideen ein und einigten sich auf die Aufgaben, die ihnen ganz besonders wichtig sind.

Nach so viel anregender Diskussion sollte der Tag gemütlich mit einem gemeinsamen leckeren Abendessen und einer kleinen Wanderung zum Schaumbergturm ausklingen.

„Der Klassensprecher vertritt die Interessen der SchülerInnen.“ Am darauffolgenden Vormittag widmeten sich die SchülerInnen dieser anspruchsvollen Aufgabe etwas genauer. Im gemeinsamen Rollenspiel in Kleingruppen mit Beispielen aus dem Schulalltag wurde deutlich, was es heißen kann, sich für eine Gruppe einzusetzen und überzeugend zu sprechen. Den Kindern wurde bewusst, dass sie in ihrer Rolle als KlassensprecherIn unter anderem auch die Schule aktiv mitgestalten und verändern können. Ein Grund mehr für die Kinder, sich im kommenden Schuljahr erneut für das Amt des Klassensprechers zu begeistern.